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Wednesday, 24. June 2009

Best Goalkeeper 2009: Gabi GrossbergerBEACHHANDBALL - BEACHHANDBALL / Die Penaltykiller Gabi & Gerhard Grossberger führten Tulln im Shoot-Out zum Sieg bzw. Platz drei.

VON WOLFGANG STRITZL (NÖN Tulln, 24.06.2009 - 06:43 Print-Ausgabe)

Es war das größte Beachhandball-Turnier, das je in Österreich stattgefunden hat. 117 Mannschaften aus vier Nationen, davon 85 Jugendteams, starteten in zehn Bewerben – absoluter Teilnehmer-Rekord!
Die internationale Beachhandball-Trophy machte den Auftakt des zweitägigen Handballfests. Wohl noch nie hat es an einem Regentag soviele Besucher im Aubad gegeben.

Teams forderten trotz Regens eine Fortsetzung
Mehr als 200 Sportler waren absolut wetterfest. Kurz, aber doch stand das Event am Rande des Abbruchs. Die Gäste aus Zagreb, Budapest und Bratislava hatten die Reise in die Rosenstadt aber nicht umsonst angetreten. „Wir sind unglaublich stolz auf die Mannschaften, die trotz widrigster Bedingungen eine Fortsetzung des Turniers regelrecht gefordert haben“, freute sich Martin Hausleitner, Präsident des veranstaltenden BHC Tulln.

Trotz gebrochener Zehe im Tor des BHC Tulln
Er selbst hatte sich beim Abschlusstraining am Vortag die kleine Zehe gebrochen – für den ÖHB-Generalsekretär aber noch lange kein Grund, nicht selbst aktiv ins Geschehen einzugreifen …
Die Beachhandball-Trophy erfreute sich hochkarätiger Besetzung. Absoluter Top-Spieler war Berlin-Legionär Conny Wilczynski, mit Lokalmatador Kristof Vizvary gab sich ein weiterer aktueller Teamspieler ein Stelldichein. Ebenso mit dabei: unser früherer Teamkapitän David Szlezak (140 Länderspiele, Rhein-Neckar Löwen) und Wolfgang Higatzberger, mit 107 Länderspielen auch im Klub der Hunderter.
In sportlicher Hinsicht hatte der BHC Tulln allen Grund zu jubeln. Die Herrenmannschaft kam wieder in die Medaillenränge.

Grossberger parierte Penalty von Wilczynski
Im Spiel um Platz drei, das erst im Shoot-Out entschieden wurde, avancierte Gerhard „Mausi“ Grossberger zum Matchwinner: Erst verwandelte er seinen Penalty mit Pirouette, dann „fraß“ er den folgenden Wurf – abgegeben von keinem Geringeren als Wilczynski!
Hochspannung auch im Damenfinale! Die Tullner Sandhasen verloren die erste Halbzeit gegen Titelverteidiger Zagreb, kämpften sich dank eines Hattricks von Michaela Fischer zurück. Die Entscheidung fiel im Penalty-Werfen.
Gabi Grossberger stand ihrem Bruder um nichts nach, hielt drei Penaltys – und war gefeierte Heldin der Sandhasen, die damit den zweiten kroatischen Doppelerfolg in Folge verhinderten. Denn im Herren-Bewerb wiederholte Zagreb den Vorjahressieg.

Sunshine‘s nach Regenpause nur noch zu Viert
Die MGA Sunshine‘s, nach der Regenpause nur noch zu Viert unterwegs, gewannen das Kreuz- und Platzierungsspiel (um Rang drei) trotz Unterzahl!
Die Österreichischen Jugendmeisterschaften standen im Zeichen der Heim-EM 2010. Schlachtgesänge für die Österreich-Spiele wurden geübt. „Die Emotionalisierung für das bevorstehende Großereignis ist wichtig“, weiß Hausleitner, der sich zugleich freut, „dass soviele Teamspieler von einst und jetzt gekommen sind. Unser Turnier wird immer mehr zum österreichischen Handballfest.“

1000 Beachhandballer, 300 Matches
Das Team um Obmann Bernd Rabenseifner schaffte ein logistisches Meisterstück. 40 Helfer waren nötig, um mehr als 300 Matches (209 allein am Sonntag!) von über 1000 Beachhandballern aus dem In- und Ausland zu organisieren. Ein Dankeschön geht an die Stadtgemeinde. „Die Plätze sind großartig, solche Bedingungen findet man kein zweites Mal in Österreich.“ Und trotzdem stößt das Tullner Aubad mit seinen fünf Courts bereits an seine Kapazitäts-Grenzen …
 
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